Dienstag, 24. Juli 2012

Die Zeiten sind vorbei - Hobbyschrauber ade!

Es war eigentlich nur ein kleines gelbes Lichtlein im Cockpit. Es leuchtete plötzlich aus unerfindlichen Gründen. Laut Handbuch ein Warnhinweis auf irgendeinen der zahlreichen Airbags im Auto. Alle Selbstversuche das Licht zum erlöschen zu bringen scheiterten und so stand der Werkstattbesuch beim Vertragshändler auf dem Plan. Bis alle Airbags gecheckt waren und der fehlerhafte Kontakt gefunden war, vergingen über 200 EUR. Eigentlich für nichts, denn ich fänd den Wagen auch ohne Airbags in den Sitzlehnen ok. Aber mit defektem Airbaglicht gibt`s nun mal auch kein TÜV. Früher war nicht alles besser - aber vieles einfacher. In Sachen Autoreparatur trifft das in jedem Fall zu.

Das ist nur Dreck im Vergaser

Es ist sicherlich keine Ewigkeit her als man mit einem anständigen Werkzeugkasten und einem Selbsthilfebuch a la "Jetzt helf ich mir selbst" einen Großteil der anfallenden Kleinreparaturen in der eigenen Garage erledigen konnte. Aber haben Sie mal versucht bei einem 2 Jahre alten Auto eine Glühbirne zu wechseln? In den meisten Fällen ist das nicht mehr möglich. Man kommt einfach nicht mehr dran an die Dinger. Ein Blick unter die Haube zeigt es deutlich. Durch eine große Plastikhaube ist der Zugang zu einfachen Funktions- und Bauteilen nicht möglich. Einen Keilriemen austauschen oder den Vergaser reinigen, Luft- oder Ölfilter wechseln oder Zündkerzen austauschen - all das wird vom Fachmann erledigt. In der Werkstatt meines Vertrauens. Die Zeiten und Autos haben sich geändert.


Der Mechaniker der Zukunft

Durch die zunehmende Verwendung elektronischer Bauteile oder computergesteuerter Technik haben sich die Reparaturszenarien grundlegend verändert. Ein defekter Scheibenwischer hatte früher ein kaputte Sicherung oder - im schlimmsten Fall - einen defekten Wischermotor als Ursache. Heute müssen spezielle Diagnosegeräte feststellen ob nicht gar der Hauptsteuerchip einen Schlag hat. Und dann wird es auch bei scheinbar Kleinigkeiten - wie so oft- heute richtig teuer. Ein Grund dafür sind natürlich die Löhne der Mechaniker, bzw. die spezialisierten Fähigkeiten moderner Autoschrauber. Um die komplexen Bauteile der unterschiedlichen Autohersteller reparieren zu können, muss man ihre Funktionsweise genau verstehen und sich permanent weiterbilden. Viele kleine Werkstätten von "Allroundmechanikern" wird wird es bald nicht mehr geben. Schade, aber die entsprechenden Autos gibt es ja dann auch nicht mehr.



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