Montag, 23. April 2012

Tanz in den ersten Mai

In vielen traditionsbewussten Orten und Gemeinden wird alljährlich zum 1.Mai ein Maibaum aufgestellt, um den dann gerne ein Tänzchen vollzogen werden darf. Alternativ gibt es große Maifeuer oder leidenschaftliches Maisingen an vielen Orten. Ergänzt werden diese Aktivitäten von unzähligen Maifeten in Clubs und Bars in Deutschland, wo meist die jüngere Generation den Mai willkommen heißt. Dabei ist eigentlich die heilige Walburga verantwortlich für die Tanzlaune, denn sie wurde als englische Äbtissin (710-779) an einem 1. Mai heiliggesprochen. 
Drum wurde bereits vom 30. April die Nacht in den Mai zur Walpurgisnacht erklärt und auch früher schon reingefeiert.

Mai san mia

In Bayern wird häufig der schönste Maibaum im Wettbewerb umliegender Gemeinden gekürt. Manchen Ortes wird er auch gestohlen und dann wieder mit viel Bier - einem bayerischen Grundnahrungsmittel - ausgelöst. Auch werden von verliebten Männern in einigen Gegenden unseres Landes Maibäume ihren jeweiligen Frauen vor die Häuser gestellt - als Zeichen der Liebe. Nicht selten werden in der besagten Nacht auch Klingelstreiche von der jüngeren Bevölkerung zelebriert.

Wer hats erfunden?

In Finnland und Schweden wird ebenfalls in jener Nacht gefeiert und getanzt. Vappu ist in Finnland das Fest der Studenten, der Arbeiter und des Frühlings. Viele ausgelassene Feste in den Städten werden gefeiert. Die Studenten tragen weiße Mützen, Overalls und treffen sich zum Picknick oder auf großen Plätzen. Dabei fließt meist reichlich Alkohol. Vappu ist ein finnischer Vorname für Frauen und sprachlich verwandt mit dem Namen Walburg. Das ist dann wohl keine wirkliche Überraschung.

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