Mittwoch, 11. April 2012

Der April und seine Launen

Bekanntlich weiß er jedes Jahr aufs Neue ja nicht was er will, der April. Nicht mehr ganz Winter aber auch noch nicht Frühling - da hat man es auch nicht leicht als Monat. Und in der Tat ist das Wetter auch launenhaft und unberechenbar zwischen den Jahreszeiten. Da wechseln schon mal sommerliche Hochtemperaturen mit Hagel und Eisregen oder eine warme Brise mit einem plötzlich aufziehenden Sturmwind. Kaum ein Monat kennt mehr Sprichwörter oder Bauernregeln als der April.

Sprichwörtlich einmaliger Monat

"Hat der April mehr Regen als Sonnenschein, wird es im Juni trocken sein" oder "Ist der April schön und rein wird der Mai um so wilder sein" machen den April sogar verantwortlich für die zukünftige Wetterentwicklung. Egal wie das Wetter tatsächlich wird, es gibt immer eine passende Konsequenz in Form eines Sprichwortes. Sprichwörter versuchen immer wiederkehrende Ereignisse auf lehrhafte Weise in Regelform zu bringen. "Wenn der Mond scheint, hell im April, schadet es den Äpfeln viel". Doch wie ein ungezogenes Kind versucht der April diese Definitionen auf kreative Art immer wieder zu widerlegen.

Eine willkommene Entschuldigung

Doch hat der April auch sein Gutes. Sehr viele Leute fühlen sich  - nicht nur im April - von der Einwirkung des Windes, der Temperaturen oder des Mondes in ihrer Gemütslage irgendwie beeinflusst. Fehlende Energie, körperliche oder gedankliche Trägheit oder Unlust, Schläfrigkeit - im April hat das alles einen einfachen Namen: Frühjahrsmüdigkeit. Die kommt bei wetterfühligen Menschen bekanntlich ja direkt vor dem Sommerloch und der Herbstdepression. Schlimmer war da nur die Winterstarre. Hoffentlich haben wir die überstanden, denn: "Quaken die Frösche im April, noch Schnee und Kälte kommen will".


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